Kennt Ihr das, man will seine Sommergarderobe sichten und merkt plötzlich, man hat gar nichts mehr anzuziehen?? Ist natürlich Quatsch, weiß ja jeder, aber dieses Gefühl allein sagt etwas aus. Nämlich: Lust auf Neues! Überall sieht man die neuen Farben, Schnittmuster und Styles, das kurbelt die Kreativität ordentlich an. Mir fehlen (gefühlt) die ganz normalen Teile, Basics also. Alltagsröcke, aber vor allem Shirts. Kleider kann ich natürlich auch ständig nähen, aber in diesem Segment würde ich nicht behaupten, ich hätte nichts anzuziehen ;-)



Besonders angetan hat es mir in diesem Frühjahr der Modaljersey. Mit Streifen, aber auch ohne, es ist ein phantastisches Material. So weich und gleichzeitig mit einer gewissen Schwere, perfekt für jegliche Art von Oberteil. Hier habe ich ein Kaufshirt von Cos nachgenäht, eine Methode, die ich äußerst selten anwende, weil oft von Misserfolg geprägt (liegt in meinem Fall daran, dass man selten eine eine dem Original entsprechende Stoffqualität bekommt). Oversized und simple, durch die Teilungsnähte kommt dennoch Raffinesse ins Spiel. Das Ursprungsshirt ist komplett einfarbig, ich kombiniere Streifen und rückwärtig Piquéjersey (ebenfalls aus Modal). 

Weil ich aber auch körpernah mag, habe ich gleich noch eine Frau Marlene von fritzischnittreif hinterher geschoben. Mit 3/4 Ärmeln und etwas erweiterten Schultereinsätzen. Weil ich es nicht mag, wenn immer der Träger darunter hervorschaut.


Und dieses Shirt lässt sich perfekt kombinieren mit meinem neuen Rock Nina von Compagnie M. Ebenfalls ein Klassiker in meiner Basicpalette. Immer wieder fix genäht und immer wieder richtig gut. In diesem Fall mal aus Jeans, alltagstauglicher könnte es nicht sein. 


Keines der drei gezeigten Teile ist in irgendeiner Weise extravagant, aber alle entsprechen mir total. Es ist ein großartiges Gefühl, sich vollkommen selbstverständlich die eigene Kleidung zu produzieren ohne dass es selbstgenäht aussieht. Ich bin noch nicht am Ende mit meiner Basickollektion, weitere Teile liegen schon zugeschnitten bereit. Aber ich bin schon jetzt total zufrieden und freue mich wieder auf den Blick in meinen Kleiderschrank morgens!


Schnittmuster: Frau Marlene - fritzischnittreif, Rock Nina - Compagnie M., oversized Shirt - selbstgezeichnet
Material: Modaljersey gestreift und uni, sowie Jeans, 1000stoff












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Hab ich hier etwa irgendwo schon einmal erwähnt, dass ich Kellerfalten liebe?? Und große Schalkragen auch. Und überhaupt schlichte Jacken, die man einfach mal so überwerfen kann. Dementsprechend ist der neue Schnitt Frau Kati von fritzschnittreif ein Volltreffer bei mir. Ein sommerlicher Kurzmantel, für drinnen und draußen, unkompliziert und schick.


Entworfen für dehnbare Materialien wie Strick, leichteren Sweat oder schweren Jersey. Ich habe mich für diesen Denimjersey entschieden, ein Stoff mit einer gewissen Schwere und meiner Meinung nach perfekt für den Schnitt. Lustigerweise haben fritzischnittreif ganz unabhängig davon ihren Titelblattmantel aus genau demselben Stoff (auch farblich :-)) genäht.


Die Kragenlinie bringt eine gewisse Eleganz mit sich. Da muss man sich auch gar keine Gedanken über die Abschlüsse und Säume machen, sondern lässt den Stoffe einfach so fallen, wie er möchte. Taschen gibt es auch, in den Seitennähten versteckt. 


Ach, ich mag diese Zeiten der neuen Schnittmuster sehr, es gibt so viel zu probieren und ich freue mich schon, wenn ich Euch in der kommenden Zeit noch ein paar andere neue Schnitte von fritzischinttreif zeigen darf. Da ist einiges in der pipeline :-)) Übrigens bekommt Ihr fast alle Papierschnitte von fritzischnittreif auch bei mir im Laden... 


Erstmal wünsche ich Euch eine sonnige Feiertagswoche!

Schnittmuster: Frau Kati, fritzischnittreif
Material: Denimjersey, 1000stoff


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Die warmen Jahreszeiten kommen und damit die Lust auf neue Kleider! Schon ewig in den sozialen Netzwerken bewundert, sind rosa p. und ich erst jetzt persönlich aufeinander aufmerksam geworden. Obwohl die Gemeinsamkeiten so deutlich sind :-) Wir beide mögen es lässig und schlicht, unkompliziert und trotzdem mit einem gewissen Anspruch. Kleid Nr. 1 bis 3 erfüllen genau das, aber weil man bekanntermaßen immer der Reihe nach vorgehen soll, habe ich mal mit Kleid Nr. 1 angefangen.



Aus gestreiftem Modaljersey, an Tragekomfort kaum zu überbieten. Damit es nicht allzu reduziert wirkt, habe ich an den Armen ein Bündchen angefügt und hier die Streifenrichtung gedreht. 



Witzigerweise nehmen die Streifen je nach Armhaltung dann doch wieder die andere Richtung auf, ein Effekt, der mir erst auf den Fotos aufgefallen ist! 
Das Material ist schön dehnbar und könnte daher auch körpernäher getragen werden. Vom Schnitt her könnte ich mir das Kleid aber auch bestens aus Webware vorstellen. Hierzu hat rosa p. letzte Woche ein paar sehr nützliche Tipps in ihrem Blog formuliert, so dass ich mit Sicherheit demnächst ein zweites Nr. 1 nähen muss. Falls mir nicht die 2 oder 3 in die Quere kommen :-))


Auch ohne kontrastierende Accessoires (=Kette) funktionieren die Streifen übrigens super! Dann kommt der sportliche Aspekt stärker zur Geltung. 

Schnittmuster: Kleid Nr. 1 von rosa p., seit Neustem auch bei 1000stoff erhältlich
Material: Modaljersey gestreift, 1000stoff

verlinkt mit: rums
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Oh Adelheid! Mehr Worte braucht es kaum für meine neue Bluse. Natürlich mit einem besonderen Klang in der Stimme, anhimmelnd geradezu. Ich liebe die Lässigkeit des Schnitts, gerade und vor allem auch wegen der Bischofsärmel. Gleichzeitig edel, weil eben Bluse und nicht Tunika. Das liegt natürlich auch an diesem Gemisch aus Leinen und Viskose in weiß.


Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mail eine weiße Bluse genäht oder auch gekauft hätte. Aber durch Stoff und Schnitt ergibt sich eine perfekte Mischung zwischen klassisch und lässig. Meine erste Adelheid war wesentlich strenger, das kann der Schnitt auch, seht hier



Den Schlitz im Rücken habe ich weggelassen. Braucht es nicht in diesem Fall. Wegen des Anziehens eh nicht, aber auch aus gestalterischer Sicht nicht. Dafür gibt es ein kleines Detail am Armbund. Hier gefiel mir die Webkante des Stoffes mit dem schmalen grauen Streifen so gut, dass ich sie unbedingt einsetzen musste. 



Wie gut, dass der Frühling erst anfängt, dann kann ich sie ab jetzt regelmäßig tragen, denn mit Layerlook sieht es hier schlecht aus :-)

Schnittmuster: Adelheid von schneidernmeistern
Material: Leinen Viskose Stoff, 1000stoff


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Wenn mir etwas gefällt, dann will ich sofort mehr davon. Das ist grundsätzlich so. Also auch beim Nähen. Wenn mir ein Schnittmuster gefällt, dann will ich es sofort noch einmal nähen. Also sind letzte Woche zwei Varianten des fielder dress von Merchant and Mills entstanden. Einmal als Kleid, wer möchte kann es sich hier noch einmal ansehen und dann als Shirt. 


Als legere Bluse sozusagen. Aus Webstoff und dennoch ohne Knöpfe, Schlitz oder Reißverschluss sitzt es locker, jedoch nicht zu weit. Sportlich könnte man sagen. Was natürlich in diesem Fall auch den Streifenbündchen zuzuschreiben ist. Die sind ebenso von Merchant and Mills und gefallen mir farblich wahnsinnig gut.   


Der Stoff ist ein zweifarbig gewebter, leichter Jeanschambray, einerseits blau (das versteckt sich hier innen) und andererseits altrosa mit einem Stich ins Blaue. Es ergibt sich also der Look eines Jeanshemds, ohne dass es eines wäre. Der Schnitt hat etwas von Sweater, ohne dass es einer wäre. Eine Bluse ist es auch nicht. Ebenso wenig in T-Shirt. 


Mir fällt nicht wirklich eine Kategorie ein. Aber vielleicht ist genau das der Grund, warum mir das Oberteil so gut gefällt. Weil es eigenständig ist. 



Schnittmuster: the fielder, Merchant and Mills, über 1000stoff
Material: zweifarbiger Jeanschambray und Streifenbündchen über 1000stoff (einfach anfragen)

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Heute zeige ich Euch noch eines der Schnittmuster, die ich schon seit Jahren nähen wollte, aber jetzt erst genäht habe.  Ein noch nicht begonnenes Ufo sozusagen. Es ist der fielder dress von Merchant and Mills, ein locker geschnittenes Kleid mit Bündchen für Webware. 


Weil ich schon wieder so eine furchtbar unfotogene Farbe wie schwarz wählen musste sieht man gar nicht, dass es ein Raglankleid ist. Die Ärmel haben 3/4 Länge und werden mit einem Bündchen gefasst. Hier war ich megamutig und habe ein Glitzerbbündchen mit Kupfer gewählt:-)


Es ist auch noch dunkelblau, aber da der Stoff einen washed look besitzt, passt das Blau perfekt zum Schwarz. Am Halsausschnitt ist auch ein Bündchen vorgesehen, aber ich fand es hinsichtlich der Schlichtheit des Kleid schöner mit Beleg. 


Der Stoff ist ein Gemisch aus Leinen und Viskose. Perfekt für derartige Kleider, da sich die schöne Oberfläche des Leinen mit dem schweren, aber fließenden Fall der Viskose mischt. Es ist ein Kleid entstanden, dass nicht viel anderes braucht. Einfach überwerfen und fertig. Schnitt und Material ergeben zusammen ein Teil, das meiner Meinung nach überhaupt gar nichts Selbstgenähtes ausstrahlt. So muss es sein!



Schnittmuster: fielder dress von Merchant and Mills (gibt es bei 1000stoff)
Material: Leinen Viskose und Glitzerbündchen, 1000stoff

verlinkt mit: rums

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Auch auf die Gefahr hin, dass ich die Einzige bin, die noch nie vorher eine Bethioua genäht hat und dass ich Euch somit nur das berichte, was Ihr eh schon längst wisst: Dieses Shirt ist super. Ich mag es ja nicht nur gern schlicht, sondern auch clever. Und die Schnittführung im rückwärtigen Bereich ist einfach schlau. Nein, natürlich hat Elke von ellepuls hier nicht das Rad neu erfunden, aber trotzdem stimmt alles. 



Streifenshirts sind nie langweilig, selbst dann nicht, wenn man schon ungefähr 1000 davon im Schrank hängen hat... Ich habe einen leichten Baumwollstrick gewählt. Damit bin ich frühlings- und frühsommertauglich unterwegs und die dezente Strickstruktur des Materials bringt noch einmal etwas irgendwie Professionelles mit sich. 



Am Schluss gibt es noch eine tatsächliche Neuigkeit zu berichten. Mit diesem Schnittmuster wagt sich ellepuls in die Welt der Papierschnittmuster vor. Als Ladeninhaberin kann ich das gar nicht hoch genug loben! Wie oft habe ich Kundinnen im Laden, die sich gern inspirieren lassen und dann natürlich sofort loslegen wollen. Nicht erst drucken, schnipseln und kleben.... Sondern die wertvolle Zeit lieber mit Nähen verbringen :-) Ab sofort unter anderem bei mir erhältlich...



(Liebe Elke, weiter so, wir wollen die anderen Schnitte auch auf Papier!)

Schnittmuster: Bethioua von ellepuls
Material: Baumwollstrick mit Streifen, 1000stoff

verlinkt mit: rums

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